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Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
VI. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Häresien

18.

Doch das ist noch eine Kleinigkeit gegenüber dem, was er sich sonst noch an Gottlosigkeit geleistet hat. Er lehrt, die letzte Gottheit sei männlich und weiblich zugleich und — eine Frechheit ist es, so zu behaupten — sie sei die Weisheit1. Welche Gottlosigkeit! Denn während Christus, der eingeborene Sohn, die Weisheit Gottes ist, hat Valentin in seiner Lehre die Weisheit Gottes zu einem Weibe, zum dreißigsten Element, zum letzten Geschöpf erniedrigt. Er erklärt, die Weisheit habe versucht, den Urgott zu schauen; da sie aber seinen Glanz nicht ertragen konnte, stürzte sie von den Himmeln und fiel aus der Zahl Dreißig. Dann habe sie geklagt und aus den Klagen den Teufel erzeugt. Ihre Tränen über den Sturz haben das Meer geschaffen. Siehst du die Gottlosigkeit? Wie kann aus der Weisheit der Teufel, aus dem Verstande die Sünde, aus dem Licht die Finsternis entstehen? Weiter lehrt Valentin: Der Teufel erzeugte andere Wesen, und aus diesen S. 108 erschufen einige die Welt. Christus aber sei herabgestiegen, um die Menschen dem Weltschöpfer abwendig zu machen.


  1. Nach Irenäus, Gegen die Häresien I. 1 u. 2 ist in der Lehre des Basilides die Weisheit ein weibliches Wesen. ↩

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