12.
Dieser Abschnitt des Unterrichtes, die vorhin erwähnte Lehre, daß Gott der Vater der Menschen ist, läßt mich mit großem Entsetzen an den Undank der Menschen denken. In seiner unaussprechlichen Liebe hat es Gott gewährt, daß er Vater der Menschen genannt werde — er, der in den Himmeln ist, Vater derer, die auf Erden wohnen, er, der Schöpfer der Zeiten, Vater S. 127 derer, welche in der Zeit leben, er, der die Erde in seiner Faust hält, Vater derer, welche auf Erden den Heuschrecken gleichen1. Doch der Mensch verließ den Vater im Himmel und sagte „zum Holze ‚Du bist mein Vater‘ und zum Steine ‚Du hast mich gezeugt‘“2. Mit Rücksicht hierauf spricht, wie mir scheint, der Psalmist zur Menschheit: „Vergiß dein Volk und das Haus deines Vaters!“3 (d. i. vergiß) den, den du dir als Vater erwählt, den du dir zu deinem Verderben erworben hast.