7.
[Forts. v. S. 133 ] Dies sage ich der Häretiker wegen, welche Geld und Gut und die Leiber verdammen. Nicht sollst du den irdischen Schätzen dienen, du sollst sie aber auch nicht als Feinde ansehen; denn Gott hat sie dir zu deinem Dienste gegeben. Sage also niemals, die irdischen Schätze gehören dem Teufel! Wenn dieser erklärt: „Dies alles will ich dir bieten, denn mir ist es übergeben“1, so kann man sein Wort zurückweisen mit der Bemerkung: einem Lügner braucht man nicht zu glauben. Es wäre aber auch möglich, daß der Teufel unter dem Einfluß dessen, der vor ihm stand, die Wahrheit sprach. Er sagte ja nicht „Dies alles will ich dir geben, weil es mein ist“, sondern „weil es mir übergeben ist“. Denn nicht riß der Teufel die Herrschaft darüber an sich, sondern er gestand nur, daß ihm dieselbe überlassen wurde und daß er sie einstweilen ausübe. Doch frage gelegentlich bei den Exegeten nach, ob der Teufel (hier) lüge oder die Wahrheit spreche!
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Ebd. [Matth.] 4, 9; Luk. 4, 6. ↩