5.
[Forts. v. S. 148 ] Der Erlöser wirkt in den einen auf diese, in den anderen auf jene Weise, wie es eben der Einzelne braucht. Für die, welche der Freude bedürfen, wird er ein Weinstock. Für die, welche eintreten sollen, wird er zur Türe. Denen, welche des Gebetsopfers bedürfen, ist er der vermittelnde Hohepriester. Denen, die in Sünden sind, wird er ein Lamm, um sich für sie schlachten zu lassen. Allen wird er alles, doch bleibt er seiner Natur nach, was er ist. Obwohl er (unveränderlich) bleibt und die wahrhaft unveränderliche Würde der Sohnschaft beibehält, ist er ein trefflicher Arzt und mitfühlender Lehrer, der sich unserer Schwachheiten annimmt. Er ist Herr in Wahrheit. Nicht ist er erst im Laufe der Zeit Herr geworden; sondern die Würde, Herr zu sein, ist ihm wesentlich eigen. Nicht wird er im uneigentlichen Sinne wie wir Herr genannt, sondern er ist Herr in Wahrheit. Er ist nämlich nach dem Willen seines Vaters Herr über seine eigenen Geschöpfe. Wir dagegen sind Herren über Menschen, die uns an Ehre gleich sind und dieselben Leidenschaften haben wie wir, oft sogar älter sind als wir; oftmals herrscht ein junger Herr über ältere Sklaven. Unser Herr Jesus Christus ist nicht in gleicher Weise Herr; zuerst war er Schöpfer, dann Herr. Zuerst erschuf er nach dem Willen seines Vaters alles; sodann ist er Herr über das, was er erschaffen hatte.