16.
[Forts. v. S. 156 ] Dieser Jesus ist der Christus, „der gekommen ist als Hoherpriester der zukünftigen Güter“1. In seiner göttlichen Freigebigkeit hat er uns allen seinen eigenen Namen geschenkt. Wer unter den Menschen König ist, teilt seinen Königstitel nicht mit anderen; Jesus Christus aber, der Sohn Gottes, wollte, daß wir Christen heißen. Doch wird man sagen: der Name „Christen“ war neu und ehedem nicht gebräuchlich; was aber neu ist, findet wegen des Ungewöhnlichen oftmals Widerspruch. Da hat der Prophet vorgebeugt, wenn er erklärt: „Die mir dienen, werden einen neuen Namen erhalten, der auf Erden gesegnet sein wird“2. Fragen wir einmal die Juden: Dienet ihr dem Herrn oder nicht? Zeiget euern neuen Namen! Denn Juden und Israeliten hießet ihr zur Zeit des Moses und der übrigen Propheten; auch noch nach der Rückkehr aus Babylon und bis auf den heutigen Tag habt ihr diesen Namen. Wo ist also der neue Name? Wir aber haben, da wir dem Herrn dienen, den neuen Namen. Neu ist er allerdings, doch gerade der neue Name ist es, welcher auf Erden gesegnet sein wird. In der ganzen Welt ist dieser Name gang und gäbe. Die Juden sind auf ein Land beschränkt, die Christen aber sind bis an die Grenzen des Erdkreises verbreitet; denn (durch diese) wird der Name des eingeborenen Sohnes Gottes verkündet.