1.
S. 161 Über die Worte: „den eingeborenen Sohn Gottes, der aus dem Vater geboren wurde als wahrer Gott vor aller Zeit, durch den alles erschaffen wurde“.
Lesung aus dem Briefe an die Hebräer: „Oftmals und auf verschiedene Weise hat Gott einst zu den Vätern durch die Propheten gesprochen; zuletzt, in diesen Tagen, sprach er zu uns im Sohne . . . .“ 1.
Daß wir auf Jesus Christus hoffen, habe ich im gestrigen Vortrage euch zur Genüge, soweit es in meinen Kräften lag, dargelegt. Nicht aber an irgendeinen beliebigen Christus soll man glauben, auch nicht darf man einen von den vielen annehmen, welche uneigentlich Christus heißen. Während es im Alten Bunde Christus gab nur als Vorbilder, ist unser Jesus der wahre Christus. Nicht wie einer der Menschen wurde er zur priesterlichen Würde befördert, sondern ewig hat er vom Vater die Würde des priesterlichen Amtes. Damit wir ihn nicht für einen gewöhnlichen Christus halten, hat das Glaubensbekenntnis vorgebeugt und ausführlich erklärt: wir glauben an einen Herrn Jesus Christus, den eingeborenen Sohn.
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Hebr. 1, 1 f. ↩