13.
Schäme dich nicht, deine Unkenntnis einzugestehen; denn mit den Engeln hast du sie gemein. Nur der Erzeuger kennt den Erzeugten, und der Erzeugte kennt den Erzeuger. Der Erzeuger weiß, was er erzeugt hat, und der heilige Geist Gottes bezeugt es in der S. 169 Schrift, daß der, welcher vor der Zeit erzeugt worden ist, Gott sei. „Denn wer unter den Menschen kennt des Menschen Wesen außer dem Geiste, der im Menschen ist; so hat auch niemand das Wesen Gottes erkannt außer der Geist Gottes.“1 Wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohne gegeben, daß er das Leben in sich hat“2, und: „damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren“3, und: „wie der Vater diejenigen, welche er will, lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will“4. Weder erlitt der Erzeuger irgendwelchen Verlust noch fehlt dem Erzeugten etwas. Schon oft — ich weiß es — habe ich davon gesprochen; doch, damit ihr sicher geht, wird es wiederholt. Der Erzeuger hat keinen Vater, und der Erzeugte hat keinen Bruder; der Erzeuger wurde nicht zum Sohne und der Erzeugte nicht zum Vater. Aus einem einzigen Vater ist der eine eingeborene Sohn hervorgegangen. Nicht gibt es zwei Unerzeugte, nicht zwei Eingeborene. Vielmehr ist ein unerzeugter Vater; unerzeugt ist nämlich der, welcher keinen Vater hat. Und es ist ein Sohn, der ewig aus dem Vater erzeugt worden ist. Nicht in der Zeit ist er geboren worden, sondern vor der Zeit; nicht allmählich ist er herangewachsen, sondern er ist als das erzeugt worden, was er jetzt ist.