10.
[Forts. v. S. 184 ] Doch wer ist der, welcher da herabsteigt? Der Psalmist fährt fort: „Er wird bleiben mit der Sonne und angesichts des Mondes von Geschlecht zu Geschlecht“1. Und ein anderer Prophet wiederum erklärt: „Freue dich sehr, Tochter Sion! Verkünde es, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir gerecht und als Erlöser!“2 Da es viele Könige gibt, so sage uns, o Prophet: Von welchem sprichst du? Weise auf ein Merkmal hin, das andere Könige nicht haben! Sagst du, der König trage einen Purpur: schon andere haben diese äußere Auszeichnung getragen. Behauptest du, er sei von Soldaten begleitet und sitze auf vergoldetem Wagen: auch bei anderen Königen war das schon der Fall. Gib uns ein Merkmal, das speziell den König charakterisiert, dessen Ankunft du verkündest! Der Prophet antwortet: „Siehe, dein König kommt zu dir gerecht und als Erlöser. Er ist sanftmütig und sitzt auf einem Lasttier und einem jungen Füllen“, nicht auf einem Wagen. Damit hast du ein charakteristisches Merkmal des erschienenen Königs. Von den Königen saß nur Jesus auf einem unbesattelten Jungtier3, und zwar, als er unter Jubelrufen als König in Jerusalem einzog. Und was tut dieser König nach seiner Ankunft? „Aus wasserloser Zisterne hast du deine Gefangenen erlöst im Blute des Bundes“4.