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Works Cyril of Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
XII. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „der Fleisch angenommen hat und Mensch geworden ist."

31.

Daran, Brüder, wollen wir denken! Diese Verteidigungsmittel wollen wir benützen! Dulden wir die Häretiker nicht, welche lehren, die Menschwerdung Christi sei nur eine scheinbare gewesen! Auch jene wollen wir verabscheuen, welche behaupten, der Erlöser sei aus Mann und Weib geboren worden, und welche sich erkühnt haben zu sagen, er stamme aus Joseph und Maria, da geschrieben wäre: „und er nahm sein Weib“1. Denken wir an das Wort, das Jakob, noch ehe er die Rachel zu sich nahm, zu Laban gesprochen hatte: „Gib mir mein Weib!“2 Gleichwie Rachel noch vor Vollzug der Ehe nur wegen des Eheversprechens Jakobs Weib genannt worden war, so wurde Maria auf Grund ihrer Verlobung Josephs Weib genannt. Achte darauf, wie genau sich das Evangelium ausdrückt, da es sagt: „Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas, namens Nazareth, geschickt zu einer Jungfrau, welche mit einem Manne namens Joseph S. 200 verlobt war usw.“3. Was sagt ferner die Schrift, als die Aufschreibung stattfand und Joseph hinaufzog, um sich aufschreiben zu lassen? „Auch Joseph zog von Galiläa aus hinauf, sich aufschreiben zu lassen mit Maria, seiner Braut, welche schwanger war“4. Obwohl sie nämlich schwanger war, sagte die Schrift nicht „mit seinem Weibe“, sondern „mit seiner Braut“. Paulus sagt: „Gott sandte seinen Sohn, geboren aus einem Weibe“5, d. i. der Jungfrau; denn unter Weib ist, wie wir schon gezeigt haben, auch die Jungfrau zu verstehen. Nicht sagt er „geworden aus Mann und Weib“. Aus einer Jungfrau ist der geboren worden, welcher die Seelen jungfräulich macht.


  1. Matth. 1, 24. ↩

  2. Gen. 29, 21. ↩

  3. Luk. 1, 26 f. ↩

  4. Ebd. [Luk.] 2, 4. 5. ↩

  5. Gal. 4, 4. ↩

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Katechesen an die Täuflinge (BKV)
Commentaries for this Work
Einleitung zu den Kathechesen

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