34.
Alle, Jünglinge und Jungfrauen, alt und jung, wollen wir mit Hilfe der Gnade Gottes den Weg der Keuschheit wandeln! Nicht der Ausschweifung wollen wir nachjagen, sondern Christi Namen wollen wir preisen! Verkennen wir nicht die Würde der Keuschheit! Sie ist die Krone der Engel und ein übermenschlicher Stand. Achten wir auf den Leib, der wie die Sonne S. 202 leuchten wird! Beschmutzen wir doch nicht um einer kleinen Freude willen einen Körper von dieser Art und Größe! Kurz ist die Sünde und dauert nur einige Zeit, viele Jahre und ewig währt die Schande. Die keusch leben, sind Engel, die auf Erden wandeln. Die Jungfrauen haben ihren Teil mit der Jungfrau Maria. Verbannt sei jeder Putz, jeder schädliche Blick, jeder Schlendrian, jedes lange Gewand1 und jedes sinnlich reizende Beweihräuchern! Als Weihrauch gelte in allem das wohlriechende Gebet, die Verrichtung guter Werke und die körperliche Heiligung, damit der aus einer Jungfrau geborene Herr auch von uns, den keuschen Männern und den gekrönten Frauen, sage: „Ich werde unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein“2. Ihm sei Ehre in alle Ewigkeit. Amen.XIII. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem. Über die Worte: „gekreuzigt und begraben“.