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Works Cyril of Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
XIII. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über die Worte: „gekreuzigt und begraben".

18.

[Forts. v. S. 217 ] Über Adam erging das Strafurteil: „Verflucht sei die Erde in deinen Werken! Dornen und Disteln soll sie dir tragen!“1 Jesus nimmt deshalb die Dornen auf sich, um das Strafurteil aufzuheben. Und deshalb wurde er in der Erde begraben, damit die verfluchte Erde statt Fluch Segen empfange.

Als die (erste) Sünde begangen war, legten sich die Stammeltern Feigenblätter an2. Darum wirkte Jesus das letzte seiner Wunder am Feigenbaume. Als er nämlich im Begriffe war, in sein Leiden zu gehen, verfluchte er den Feigenbaum. Nicht jeden Feigenbaum verfluchte er, sondern zur Versinnbildlichung nur jenen. Er sprach: „Nie mehr soll jemand von dir eine Frucht genießen!“3 (D. h.:) „Das Strafurteil soll aufgehoben sein!“ Da sich die ersten Menschen seinerzeit mit den Blättern des Feigenbaumes bekleidet hatten, so kam Jesus zum Feigenbaum zu einer Zeit, da sich noch keine Frucht an ihm befand. Wer weiß nicht, daß der Feigenbaum im Winter keine Früchte trägt, sondern nur Blätter hat? Was alle wußten, sollte das Jesus nicht auch gewußt haben? Er wußte es, trat aber doch zum Feigenbaum, um an ihm zu suchen. Er wußte wohl, daß er keine Frucht daran finde, aber er wollte zu erkennen geben, daß der Fluch sich nur auf die Blätter beziehe4.


  1. Gen. 3, 17. 18. ↩

  2. Ebd. [Gen.] 3, 7. ↩

  3. Mark. 11, 14. ↩

  4. Bekanntlich sollte aber der Feigenbaum, der von Jesus verflucht wurde, das jüdische Volk symbolisieren. ↩

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Translations of this Work
Katechesen an die Täuflinge (BKV)
Commentaries for this Work
Einleitung zu den Kathechesen

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