5.
[Forts. v. S. 238 ] Willst du auch den Ort wissen? Im Hohen Liede heißt es: „Ich ging hinab in den Nußgarten“1. Ein Garten war es, wo Jesus gekreuzigt worden war. Wenn sich auch jetzt größtenteils an seiner Stelle durch kaiserliche Munifizenz herrliche Bauten erheben2, es war doch ehedem ein Garten, und noch sind Spuren und Überreste desselben vorhanden. „Ein eingeschlossener Garten, eine versiegelte Quelle“3. (Versiegelt) von den Juden, die sagten: „Wir haben uns erinnert, daß jener Verführer, da er noch lebte, sagte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen. Befiehl also, daß das Grab bewacht werde! . . . . Sie aber gingen hin und versiegelten den Stein und sicherten das Grab durch die Wache“4. Mit Rücksicht auf sie hat mit Recht jemand gesagt: „Zur Ruhe wirst du sie verurteilen“5. Wer aber ist „die versiegelte Quelle“, oder wer wird als Brunnen lebendigen Wassers bezeichnet? Es ist der Erlöser selbst. Denn von ihm ist geschrieben: „Bei dir ist die Quelle des Lebens“6.