15.
[Forts. v. S. 246 ] Da die göttlichen Schriften auf die widerspenstigen Juden keinen Einfluß haben, da diese, die ganze Schrift ignorierend, der Auferstehung Jesu widersprechen, wäre es am Platze, ihnen also zu antworten: Wenn ihr behauptet, Elisäus und Elias hätten Tote erweckt, was für einen Grund habt ihr noch, nicht an die Auferstehung unseres Erlösers zu glauben? Etwa den, daß von denen, welche seinerzeit die Zeugen unserer Lehre gewesen sind, jetzt keiner mehr lebt? Gut, stellt nun auch ihr uns die Zeugen für die Geschichte des Elisäus und Elias vor! (Ihr werdet sagen:) „Darüber steht geschrieben“. Auch die Auferstehung Jesu steht geschrieben. Warum also nehmt ihr das eine an und verwerft das andere? Über jene Ereignisse haben die Hebräer geschrieben. Auch alle Apostel waren Hebräer. Warum glaubt ihr nicht euren eigenen Leuten? Matthäus, der Evangelist, schrieb in hebräischer Sprache, und Paulus, der Heidenprediger, war Hebräer aus Hebräern, die zwölf Apostel waren aus den Hebräern. Sodann wurden fünfzehn Bischöfe in Jerusalem, wie sie aufeinander folgten, aus Hebräern gewählt1. Was für einen Grund habt ihr, eure eigenen Schriften anzunehmen und die unsrigen zu verwerfen, die doch auch von Hebräern aus eurer Mitte geschrieben sind?
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Nach Eusebius, Kirchengeschichte IV. 6 sind die Namen der ersten 15 Bischöfe von Jerusalem: Jakobus, Simon, Justus, Zachaeus, Tobias, Benjamin, Johannes, Matthias, Philippus, Seneka, Justus, Levi, Ephres, Joseph, Judas. Vgl. Epiphanius, Haeres. 66. ↩