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Works Cyril of Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
XIV. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „er ist am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in die Himmel, sitzet zur Rechten des Vaters".

21.

Die Prophezeiungen, die wir haben, fordern von uns den Glauben. Wer aus Unglaube fallen will, soll es so haben! Glaubst du an die Auferstehung, dann stehst du auf einem Felsen. Kein Häretiker möge dich je überreden, über die Auferstehung abfällig zu kritisieren! Noch heute nämlich behaupten die Manichäer, die Auferstehung des Erlösers sei nur Einbildung und nicht Wahrheit gewesen. Nicht hören sie auf Paulus, der da schreibt: „geworden aus dem Samen Davids dem S. 251 Fleische nach“1, und dann: „seit der Auferstehung Jesu Christi, unseres Herrn“2. An anderer Stelle wendet Paulus sich gegen sie mit den Worten: „Sage nicht in deinem Herzen: Wer wird hinaufsteigen in den Himmel, oder wer wird hinabsteigen in die Unterwelt, nämlich um Christum von den Toten heraufzuführen!“3 Wiederum an anderer Stelle schrieb er zu unserer Bestärkung: „Gedenket, daß Jesus Christus von den Toten auferweckt worden ist!“4 Anderswo schrieb er: „Wäre Christus nicht von den Toten auferstanden, dann wäre unsere Predigt eitel, eitel auch unser Glaube, dann stünden wir als falsche Zeugen Gottes da, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, daß er Christus, den er nicht auferweckt hatte, auferweckt habe“5. Doch — fährt Paulus fort — „Christus ist nun aber von den Toten auferweckt worden, der Erstling der Entschlafenen“6. „Er ist dem Kephas, dann den Elfen erschienen“7. Willst du nicht einem Zeugen glauben, gut, du hast deren zwölf. „Sodann erschien er über fünfhundert Brüdern auf einmal“8. Glaubt man den Zwölfen nicht, dann halte man sich an die fünfhundert! „Hierauf erschien er dem Jakobus“9, seinem Bruder, dem ersten Bischofe unserer Diözese. Wenn — was sehr viel besagen will — S. 252 ein Bischof von solcher Bedeutung Christum Jesum nach seiner Auferstehung sah, dann sollst du, sein Jünger, nicht ungläubig bleiben! Doch — wendest du ein — Jakobus, der Bruder, hat aus Gefälligkeit Zeugnis abgelegt. „Hierauf“ — fährt Paulus fort — „erschien er auch mir“10, Paulus, seinem Feinde. Wie kann aber ein Zeugnis bezweifelt werden, das sogar ein Feind verkündet: „Ich, der frühere Verfolger, verkünde jetzt die frohe Botschaft der Auferstehung.“


  1. Röm. 1, 3. ↩

  2. Ebd. [Röm.] 1, 4. ↩

  3. Ebd. [Röm.] 10, 6. ↩

  4. 2 Tim. 2, 8. ↩

  5. 1 Kor. 15, 14. 15. ↩

  6. Ebd. [1 Kor.] 15, 20. ↩

  7. Ebd. [1 Kor.] 15, 5. ↩

  8. Ebd. [1 Kor.] 15, 6. ↩

  9. Ebd. [1 Kor.] 15, 7. — In einem Bruchstück des Hehräerevangeliums wird erzählt: „Der Herr aber ging, nachdem er das Leintuch dem Diener des Priesters gegeben hatte, zu Jakobus und erschien ihm. Denn Jakobus hatte geschworen, daß er kein Brot mehr essen würde von jener Stunde an, da er den Kelch des Herrn getrunken, bis daß er sähe, daß er von den Entschlafenen auferstanden wäre . . . . Bringt, sprach der Herr, Tisch und Brot . . . Er nahm das Brot, dankte, brach es und gab es Jakobus, dem Gerechten, und sprach zu ihm: Mein Bruder, iß dein Brot, weil des Menschen Sohn von den Entschlafenen auferstanden ist“. (Vgl. Hennecke, Ntl. Apokryphen 1904. S. 20―21.) ↩

  10. 1 Kor. 15, 8. ↩

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Translations of this Work
Katechesen an die Täuflinge (BKV)
Commentaries for this Work
Einleitung zu den Kathechesen

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