27.
[Forts. v. S. 256 ] Da es im Glaubensbekenntnis weiter heißt, „aufgefahren in die Himmel, sitzet zur Rechten des Vaters“, so erinnere dich auch an das, was ich wiederholt über das Sitzen des Sohnes zur Rechten des Vaters gesagt habe!1 Die Beschaffenheit des Thrones wollen wir nicht näher untersuchen; denn man kann ihn nicht begreifen. Nicht dulden wir jedoch, daß man böswillig behauptet, der Sohn habe erst nach der Kreuzigung, der Auferstehung und Himmelfahrt angefangen, zur Rechten des Vaters zu sitzen. Denn nicht erst im Laufe der Zeit erhielt er den Thron; sondern seitdem er ist — und er ist von Ewigkeit her gezeugt —, sitzt er zugleich mit dem Vater. Diesen Thron hat der Prophet Isaias vor der Menschwerdung des Erlösers geschaut, da er sagt: „Ich sah den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Throne . . . .“2 . Denn da „den Vater noch nie jemand gesehen hat“3, so war der, welcher dem Propheten seinerzeit erschienen war, der Sohn. Auch der Psalmist sagt: „Dein Thron ist bereitet von Ewigkeit; von Ewigkeit bist du“4. Obwohl die Zeugnisse hierfür zahlreich sind, wollen wir uns wegen der vorgerückten Zeit hiermit begnügen.