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Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
XV. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „und der kommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten, dessen Reich kein Ende haben wird". Über den Antichrist.

3.

Unser Herr Jesus Christus wird von den Himmeln kommen. Am Ende dieser Welt, am Jüngsten Tage, wird er mit Herrlichkeit kommen. Diese Welt nimmt ein Ende; erneuert wird diese erschaffene Welt. Da nämlich Verderben, Diebstahl, Ehebruch, Sünden aller Art sich über die Erde ergossen haben und Blut über Blut die Welt getränkt hat, vergeht unsere Welt, damit dieses wunderbare Gebäude nicht mit Sünden erfüllt bleibe und damit die Welt schöner wieder erstehe. Willst du dafür Schriftbeweise haben? Höre das Wort des Isaias: „Wie eine Buchrolle wird der Himmel zusammengerollt werden, und alle Sterne werden herabfallen wie die Blätter vom Weinstock, wie Blätter fallen vom Feigenbaum“1. Das Evangelium sagt: „Die Sonne wird sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen“2. Betrüben wir uns nicht, als müßten wir allein sterben! Auch Sterne sterben; doch erstehen sie wieder. Der Herr rollt die Himmel zusammen, nicht um sie zu vernichten, sondern um sie noch schöner erstehen zu lassen. Höre das Wort des Propheten David: „Im Anfange hast du, o Herr, die Erde S. 263 gegründet, und das Werk deiner Hände sind die Himmel. Sie werden vergehen, du aber bleibst“3. Man wird einwenden: „Siehe, deutlich sagt er: sie vergehen!“ Inwiefern er sagt „sie werden vergehen“, soll dir der folgende Vers erklären: „Alle werden altern wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirst du sie zusammenlegen. Verändert werden sie werden4. Gleichwie man nämlich, obwohl man vom Vergehen eines Menschen spricht und sagt: „Sehet, der Gerechte ging zugrunde, und niemand nimmt es zu Herzen“5, doch seine Auferstehung erwartet, so erwarten wir auch eine Auferstehung der Himmel. „Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut“6. Dies mögen sich die Konvertiten aus dem Manichäismus merken. Nicht mehr mögen sie die Gestirne als Götter erklären, und nicht mehr mögen sie den gottlosen Glauben vertreten, unsere Sonne, die sich verfinstern wird, sei Christus! Höre das andere Wort des Herrn: „Himmel und Erde werden vergehen; doch meine Worte werden nicht vergehen!“7 Was erschaffen ist, kommt nämlich den Worten des Herrn nicht gleich.


  1. Is. 34, 4. ↩

  2. Matth. 24, 29. ↩

  3. Ps. 101, 26 [hebr. Ps. 102, 26]. ↩

  4. Ebd. [Ps.] 101, 27 [hebr. Ps. 102, 27]. ↩

  5. Is. 57, 1. ↩

  6. Joel 2, 31; Apg. 2, 20. ↩

  7. Matth. 24, 35. ↩

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