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S. 282 Solltest du einmal hören, das Reich Christi habe ein Ende, dann hasse diese Häresie! Sie ist ein neues Haupt des Drachen, das vor kurzem in Galatien gewachsen ist. Jemand erkühnte sich zu lehren, Christus regiere nach dem Ende der Welt nicht mehr; er erkühnte sich zu behaupten, der Logos, der aus dem Vater hervorgegangen ist, habe sich wieder in den Vater aufgelöst und existiere nicht mehr1. Wer so lästert, verflucht sich. Nicht hat er gehört auf das Wort des Herrn: „Der Sohn bleibt in Ewigkeit“2. Nicht hat er gehört auf Gabriel, der sagte: „Er wird regieren über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seines Reiches wird kein Ende sein“3. Erwäge, was gelehrt wird! Häretiker lehren jetzt wider Christus; der Erzengel Gabriel aber lehrte die Ewigkeit des Erlösers. Wem willst du lieber Glauben schenken? Nicht etwa Gabriel? Vernimm das Daniel-Zeugnis, das uns vorliegt!4 „Ich schaute im Gesichte der Nacht, und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn. Und er ging bis zu dem Bejahrten. Ihm wurde gegeben Ehre, Macht und Herrschaft. Und alle Völker, Stämme und Zungen werden ihm dienen. Seine Macht ist eine ewige Macht, die nicht vergehen wird, und sein Reich wird nicht zerstört werden“5. Halte lieber diese Worte fest und glaube ihnen! Die häretischen Lehren aber weise von dir! Was du gehört hast über das unvergängliche Reich Christi, ist doch deutlich genug geoffenbart.