23.
Nachdem du dir das Wirken des Hl. Geistes auf der ganzen Welt vorgestellt hast, bleibe nicht auf der Erde! Steige empor zu dem, was oben ist! Steige im Geiste empor zum ersten Himmel und schaue dort auf die vielen, ungezählten Myriaden von Engeln! Wenn du kannst, steige mit deinen Gedanken noch weiter hinauf! Schaue die Erzengel, schaue die Geister, schaue die Mächte, schaue die Fürsten, schaue die Kräfte, schaue die Throne, schaue die Herrschaften! Über sie alle ist von Gott als Führer, Lehrer und Heiligmacher der Tröster gestellt. Seiner bedarf unter den Menschen Elias, Elisäus, Isaias. Seiner bedarf unter den Engeln Michael, Gabriel. Keines von den Geschöpfen steht ihm an Ehre gleich. Alle Chöre und Heerscharen der Engel zusammengenommen kommen dem Hl. Geiste nicht gleich. Gegenüber der allgütigen Macht des Trösters verdunkeln diese alle. Während diese ausgesandt werden, um zu dienen, ergründet der Geist selbst die Tiefe Gottes, wie der Apostel sagt1: „Der Geist ergründet nämlich alles, selbst die Tiefen Gottes. Wer von S. 303 den Menschen weiß, was des Menschen ist, außer der Geist, welcher im Menschen wohnt? So erkennt auch keiner, was Gottes ist, außer dem Geiste Gottes“2.
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1 Kor. 2, 10. 11. ↩
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Im Cod. Coislinianus folgen hier noch die Worte: „Die Engel sind aus dem Nichts erschaffen; der Geist geht ewig aus Gott hervor. Die Engel sind als Geschöpfe veränderlich und wandelbar, wenngleich sie sich nicht verändern und verwandeln; der Geist aber ist unveränderlich und unwandelbar, da er gleichen Wesens ist mit dem Vater und dem Sohne.“ “Vgl. Athanasius, 1. Brief an Serapion 26. ↩