2.
S. 311 In getrennten Vorträgen sprechen wir über den Hl. Geist; untrennbar aber ist der Geist, er ist ein und derselbe. Gleichwie wir bei einem Unterrichte über den Vater das eine Mal seine Einheit, dann seinen Namen Vater oder Allmächtiger, dann seine Weltschöpfung zum Thema nahmen1, ohne durch diese Abteilung in Katechesen den Glauben zu teilen, da das religiöse Ziel eins war und ist; gleichwie wir ferner bei einem Unterricht über den eingeborenen Sohn Gottes das eine Mal über seine Gottheit, das andere Mal über seine Menschheit belehrten2, ohne dadurch, daß wir die Lehre über unseren Herrn Jesus Christus in viele Themata teilten, zu erklären, der Glaube an ihn sei teilbar: ebenso teilen wir jetzt die Katechesen über den Hl. Geist, ohne jedoch zu behaupten, der Glaube an ihn sei teilbar. Denn einer ist auch der Hl. Geist, der zwar seine Gaben jedem besonders zuweist, wie er will, selbst aber unteilbar bleibt. Nicht nämlich ist der Tröster ein anderer als der Hl. Geist, sondern er ist ein und derselbe, nur hat er verschiedene Namen: er ist der Lebende, die Person3, der Redende, der Wirksame, der Heiligmacher aller von Gott durch Christus erschaffenen vernünftigen Wesen, der Engel wie der Menschen.