17.
Unter der Menge der Zuhörer entstand Aufregung (σύγχυσις) [synchysis]1, eine neue Aufregung, entgegengesetzt der ersten, schlimmen (b0ei der Sprachverwirrung) in Babylon2. Während bei der Sprachverwirrung S. 322 infolge der Gottlosigkeit der Gesinnung die Pläne und Absichten sich gekreuzt haben, hat hier heiliges Streben die Gemüter gefestigt und geeint. Aufregung (σύγχυσις) [synchysis] führte zum Fall, Aufregung führt zur Auferstehung.
Man wunderte sich und sagte: „Wie kommt es, daß wir sie sprechen hören?“3 Es ist nicht zu verwundern, daß ihr4 es nicht versteht. Auch Nikodemus hatte das Kommen des Geistes nicht verstanden; es wurde zu ihm gesagt: „Der Geist weht, wo er will; du hörst seine Stimme, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht“5. Wenn ich nun, trotzdem ich seine Stimme höre, nicht weiß, woher er kommt, wie kann ich sein Wesen erklären?
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Vgl. Apg. 2, 6: συνῆλθεν τὸ πλῆθος καὶ συνεχύθη [synēlthen to plēthos kai synechythē]. ↩
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In dem Berichte über die babylonische Sprachverwirrung wird Babylon von den LXX mit eine [synchysis] übersetzt (Gen. 11, 9). ↩
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Vgl. Apg. 2, 6. 7. 11. ↩
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Cyrillus wendet sich an die am ersten Pfingstfest versammelte Menge in Jerusalem. ↩
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Joh. 3, 8. ↩