21.
Als Petrus mit den Elfen aufgestanden war und seine Stimme erhoben hatte gemäß dem Worte: „Erhebe mit Kraft deine Stimme, Freudenbote Jerusalems!“1 fing er in der Kraft des Hl. Geistes nach dem Willen des Vaters und des Sohnes mit dem geistigen Netze seiner Worte bei dreitausend Seelen2. So mächtig wirkte in allen Aposteln zugleich die Gnade, daß von jenen Juden, welche Christum gekreuzigt hatten, eine solche Menge gläubig wurde, sich im Namen Christi taufen S. 325 ließ und in der Lehre der Apostel und im Gebete treu aushielt. Als Petrus und Johannes um die neunte Stunde, die Stunde des Gebetes, in den Tempel hinaufgegangen waren und den vom Mutterleibe an vierzig Jahre lang Lahmen am Schönen Tempeltore im Namen Jesu geheilt hatten, damit erfüllt würde das Wort: „Alsdann wird der Lahme springen wie ein Hirsch“3, da fingen sie in derselben Kraft des Hl. Geistes mit dem geistigen Netze der Lehre mit einemmale fünftausend Menschen, die gläubig wurden4. Sie widerlegten die im Irrtum befangenen Volksführer und Hohenpriester nicht durch eigene Weisheit, da sie ja ungeschulte und ungebildete Männer waren, sondern durch die Kraft des Geistes. Es steht nämlich geschrieben: „Da wurde Petrus vom Hl. Geiste erfüllt und sprach zu ihnen“5. So mächtig wirkte durch die zwölf Apostel die Gnade des Hl. Geistes in den Gläubigen, daß sie „ein Herz und eine Seele waren“ und daß der Genuß der Güter gemeinsam wurde; denn die Besitzenden lieferten den Erlös aus ihren Gütern aus Frömmigkeit zur Beseitigung der Armut ab6. Ananias und Saphira allerdings suchten den Hl. Geist zu belügen, erhielten aber die verdiente Strafe7.