24.
Die Gnade des Hl. Geistes wirkte aber nicht nur in den zwölf Aposteln, sondern auch in den erstgeborenen Kindern unserer einst unfruchtbaren Kirche, nämlich in den sieben Diakonen. Auch sie wurden nämlich, wie die Schrift sagt, auserwählt als Männer „voll des Hl. Geistes und der Weisheit“1. Unter diesen war der, welcher mit Recht den Namen Stephanus trug, der Erstling der Märtyrer, „ein Mann voll des Glaubens und des Hl. Geistes“2. Stephanus „wirkte große Zeichen und Wunder unter dem Volke“3. Mit Erfolg bekämpfte er die, welche wider ihn stritten; denn „sie konnten der Weisheit und dem Geiste, womit er sprach, nicht widerstehen“4. Als er auf falsche Anklage hin vor Gericht geschleppt wurde, glänzte er wie ein Engel; „alle nämlich, die im Hohen Rate saßen, schauten auf ihn, und sie sahen sein Angesicht gleich dem eines Engels“5. Nachdem er durch seine geistreiche S. 327 Verteidigungsrede „die halsstarrigen und an Herz und Ohren unbeschnittenen Juden, die immer dem Hl. Geist widerstreiten“6, zurechtgewiesen hatte, schaute er „die Himmel offen und sah den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“7. Nicht jedoch aus eigener Kraft sah er ihn. Die Hl. Schrift sagt vielmehr: „Er aber war voll des Hl. Geistes, schaute zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und sah Jesus zur Rechten Gottes stehen“8.