30.
Ich breche ab. Eure Liebe oder vielmehr der in Paulus wohnende Geist möge es mir verzeihen, wenn ich mit Rücksicht auf meine Schwachheit und auf die Anstrengung meiner Zuhörer nicht alle Ereignisse berichten kann. Wann werde ich nach Gebühr Pauli wunderbare Taten erzählen, welche er in der Kraft des Hl. Geistes und im Namen Christi gewirkt hat? Ich meine das auf Zypern an Elymas, dem Magier, gewirkte Wunder1, die Heilung des Lahmen zu Lystra2, seine Wunder in Zilizien, Phrygien, Galatien, Mysien, Mazedonien, sein Auftreten in Philippi, nämlich seine dortige S. 331 Predigt und seine im Namen Christi erfolgte Austreibung des Wahrsagegeistes3 sowie die in der Nacht nach dem Erdbeben dem ganzen Hause des Gefängniswärters durch die Taufe geschenkte Erlösung4. Ich meine die Ereignisse in Thessalonike, seine Volksrede, die er mitten unter den Athenern auf dem Areopag gehalten hat5, seine Lehrtätigkeit in Korinth und überhaupt in ganz Achaia. Wie kann ich nach Gebühr erzählen, was der Hl. Geist durch Paulus in Ephesus gewirkt hat? Die Bewohner von Ephesus hatten den Geist noch nicht gekannt, sie lernten ihn erst durch die Lehre Pauli kennen. „Als ihnen Paulus die Hand aufgelegt hatte und der Hl. Geist über sie gekommen war, redeten sie in Sprachen und weissagten“6. So groß war die Gnade des Geistes in Paulus, daß nicht nur seine Berührung gesund machte, sondern sogar seine Schweißtücher und seine Leibwäsche, wenn sie aufgelegt wurden, die Krankheiten heilten und die bösen Geister austrieben7, „selbst die, welche sich mit Zaubereien abgegeben hatten, ihre (Zauber)bücher zusammentrugen, um sie vor aller Augen zu verbrennen8.