34.
Aus allen diesen Zitaten und den vielen anderen, welche wir übergangen haben, ergibt sich für jeden Verständigen die persönliche, heiligmachende und wirksame Kraft des Hl. Geistes. Es würde mir die Zeit fehlen, wollte ich auch noch die übrigen Bemerkungen über den Hl. Geist erwähnen, welche sich in den mannigfaltigen, ausführlichen, erhabenen Lehren der vierzehn Briefe Pauli finden. Möge die Gnade des Hl. Geistes es uns verzeihen, wenn wir, weil uns nur noch wenige Tage zur Verfügung stehen, manches übergangen haben! Euch, meine Zuhörer, möge er vollständig auch noch das, was wir übergangen haben, wissen lassen, d. h. die Eifrigeren unter euch mögen es sich durch S. 334 fleißige Lektüre der göttlichen Schriften zu eigen machen! Sie mögen aber auch schon auf Grund dieser meiner Katechesen und meiner früheren Vorträge noch mehr befestigen ihren Glauben „an den einen Gott, den allmächtigen Vater, und an unseren Herrn Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, und an den Hl. Geist, den Tröster“.
Ein und derselbe Ausdruck und Terminus „Geist“ wird zwar in den göttlichen Schriften für die verschiedenen Personen gemeinschaftlich gebraucht; denn vom Vater heißt es nach dem Johannesevangelium: „Gott ist Geist“1, und vom Sohne nach dem Propheten Jeremias: „Der Geist vor uns ist Christus der Herr“2, und vom Hl. Geist — wie gesagt —: „der Tröster, der Hl. Geist“3. Wer aber den Glauben richtig versteht, hält auch den Sabellianismus ferne4. Wir wollen darum nunmehr zu dem übergehen, was vordringlich und für euch nützlich ist.