35.
Gehe mir ja nicht zur Taufe wie ein Simon, ein Heuchler! Dein Herz verlange nach der Wahrheit! Unsere Pflicht ist es, dich eindringlichst zu warnen; deine Pflicht ist es, dich in acht zu nehmen. Wenn du im Glauben fest stehst, bist du selig. Bist du aber ungläubig geworden und gefallen, dann wirf heute noch den Unglauben weg und glaube fest! Wirst du getauft, dann trittst du vor die Bischöfe oder Priester oder Diakonen; denn die Gnade wirkt an allen Orten, in Dörfern wie in Städten, durch Ungebildete wie Gebildete, durch Sklaven wie durch Freie, da die Gnade nicht von Menschen kommt, sondern ein von Gott durch Menschen verliehenes Geschenk ist. Gehe hin zum Taufenden, aber achte dabei nicht auf das Irdische, Äußere, sondern denke an diesen Hl. Geist, über welchen wir jetzt zu dir sprachen! Dieser kommt und ist bereit, deine Seele zu versiegeln. Er gibt dir ein Siegel, vor welchem die Dämonen zittern, S. 335 ein himmlisches, göttliches Siegel; denn es ist geschrieben: „In ihm seid ihr auch, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Hl. Geist der Verheißung“1.
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Eph. 1, 13. ↩