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Les confessions de Saint Augustin
CHAPITRE PREMIER. IL NE POUVAIT CONCEVOIR DIEU QUE COMME UNE SUBSTANCE INFINIMENT ÉTENDUE.
1. Et déjà était morte mon adolescence honteuse et criminelle; et j’entrais dans la jeunesse, et plus j’avançais en âge, plus je m’égarais en de ridicules chimères, ne pouvant concevoir d’autre substance que celle qui se voit par les yeux. Je ne vous prêtais plus, il est vrai, mon Dieu, les formes humaines, depuis que j’avais commencé d’ouvrir l’esprit à la sagesse ; je m’étais toujours préservé de cette erreur; et je la voyais, avec joie, condamnée par la foi de votre Eglise catholique, notre mère spirituelle. Mais de quelle autre manière vous concevoir ? je l’ignorais, et je m’évertuais à vous comprendre, homme que j’étais, et quel homme ! vous le souverain, le seul et vrai Dieu. Et je croyais de toutes les forces de mon être que vous êtes incorruptible, inviolable, immuable; car, malgré mon ignorance du comment et du pourquoi, je voyais cependant avec certitude que ce qui est sujet à la corruption est au-dessous de l’incorruptible; et je préférais sans hésiter l’inviolable à ce qui souffre violence, et l’immuable au muable.
Mon coeur protestait violemment contre ces vanités de ma fantaisie, et je cherchais à dissiper d’un seul coup l’essaim bourdonnant d’impuretés qui offusquaient le regard de ma pensée; à peine éloigné, il revenait soudain fondre plus pressé sur mes yeux aveuglés; et tout en renonçant à cette vaine imagination de forme humaine, je ne pouvais néanmoins me débarrasser de l’idée d’une substance corporelle pénétrant le monde dans toute son étendue, et répandue, hors du monde, dans l’infini; et, toutefois, je lui maintenais, en tant qu’incorruptible, inviolable et immuable, la prééminence sur ce qui est sujet à corruption, déchéance et changement. Tout être, à qui je refusais l’étendue, ne me semblait plus qu’un rien; mais rien absolu, et non ce vide que ferait dans l’étendue la disparition de tout corps. Car l’étendue serait toujours, malgré cette vacuité de tout corps élémentaire ou céleste, vide étendu, spacieux néant.
2. Et dans cette pléthore de coeur, m’obscurcissant moi-même à mes propres yeux, je pensais que tout ce qui ne m’apparaissait point à l’état d’extension ou de diffusion, de concentration ou de renflement, n’était que pur néant. Car les formes sur lesquelles se promènent mes yeux, étaient les seules images que parcourût ma pensée, et je ne m’apercevais pas que cette action intérieure qui me figurait. ces images, ne leur était en rien semblable, et qu’elle ne pouvait les imaginer sans être elle-même quelque chose de grand.
Et vous, ô vie de ma vie, c’est ainsi que je vous croyais grand; répandu, suivant moi, dans tout le corps de l’univers, et le débordant partout à l’infini, le ciel et la terre et toute créature vous possédaient, terminés en vous; vous, nulle part. Mais comme le corps de l’air étendu sur la terre ne résiste point à la lumière du soleil qui le traverse, qui le pénètre sans le déchirer ou le diviser et le remplit tout entier, j’imaginais que vous passiez ainsi par le corps du ciel et de l’air, de la mer et même par celui de la terre, également pénétrable en ses parties les plus grandes et les moindres à l’immanation de votre présence, qui imprimait, comme une respiration subti1e, le mouvement intérieur et extérieur à toutes vos créatures.
Telles étaient mes conjectures; ma pensée ne pouvait aller au delà, et c’était encore une (417) erreur. Car il fallait admettre qu’une plus grande partie de la terre en contenait une plus grande de vous, et une plus petite, une moindre, votre présence se distribuant de manière qu’il en tenait plus dans le corps de l’éléphant que dans celui du passereau; beaucoup plus grand, il prenait beaucoup plus de place; et ainsi les divisions de votre essence se proportionnaient aux inégalités des corps. Et toutes fois il n’en est pas ainsi; mais vous n’aviez point encore éclairé mes ténèbres.
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Bekenntnisse
1. Er denkt sich zwar Gott in unendlicher Größe, aber immer noch als etwas Körperliches.
S. 130 Inhaltsübersicht.
Er gedenkt seines Eintrittes in das Mannesalter, d. i. seines einunddreißigsten Lebensjahres und erzählt, wie er in seiner Unwissenheit bezüglich des Wesens Gottes und des Ursprungs des Bösen, dessen Erforschung ihn überaus in Anspruch genommen, geirrt habe, endlich aber zur rechten Erkenntnis Gottes gelangt sei; doch habe ihm eine würdige Vorstellung von Christus dem Herrn immer noch gefehlt.
Schon war vergangen meine sündige, schmachvolle Jugend, und ich trat ins Mannesalter ein, je älter an Jahren, desto häßlicher in meiner Nichtigkeit, da ich mir irgendeine Substanz nur insoweit denken konnte, als sie den Augen sichtbar erschien. Zwar dachte ich dich, o Gott, nicht mehr in menschlicher Gestalt; seitdem ich etwas von deiner Weisheit zu erfassen begonnen hatte, hatte ich dies immer verabscheut, und es freute mich, diese Auffassung im Glauben meiner geistigen Mutter, deiner heiligen katholischen Kirche, gefunden zu haben. Aber wie ich dich wirklich denken sollte, fiel mir nicht ein. Und ich getraute mir, dich zu denken, ich, ein Mensch - und was für ein Mensch! - den höchsten, alleinigen und wahren Gott! An dich, den Unvergänglichen, Unverletzlichen und Unveränderlichen glaubte ich von Grund meines Herzens; wußte ich auch nicht, woher und wie mir diese Einsicht kam, so sah ich doch klar, und ich war mir dessen sicher, daß das Vergängliche schlechter ist als das Unvergängliche, das Unverletzliche zog ich ohne Zaudern dem Verletzbaren vor, und das, was keine Veränderung duldet, mußte besser als das Veränderliche sein. Laut schrie mein S. 131 Herz auf gegen alle Gebilde meines Wahns, und mit einem Schlage gedachte ich, die mich umtobende Schar unreiner Geister von dem Auge meines Geistes zu verscheuchen; doch kaum auf einen Augenblick zerstreut, siehe, da erschien sie wieder in dichtem Haufen, stürmte auf mich ein und verdunkelte meinen Blick, so daß ich dich, wenn auch nicht in menschlicher Gestalt, so doch in irgendeiner körperlichen zu denken mich gezwungen sah, entweder so, daß sie die Welt durchdrang, oder aber so, daß sie außerhalb der Welt im unendlichen Raum ausgegossen war. Auch dieses Unendliche erschien mir dann unvergänglich, unverletzlich und unveränderlich, was ich dein Vergänglichen, Verletzbaren und Veränderlichen vorzog. Denn was ich mir nicht im Raume denken konnte, das schien mir offenbar ein Nichts zu sein, und zwar ein absolutes Nichts nicht bloß eine Leere, so wie wenn man etwa einen Körper von seinem Orte wegnimmt und dann immer noch ein leerer Raum zurückbleibt, auch wenn kein erdiger, wässeriger, luftiger oder himmlischer Körper darin ist; solch ein leerer Körper schien mir ein Nichts im Raume zu sein.
Ich also, verhärteten Herzens und mir selber nicht einmal selbst erkennbar, hielt alles für ein absolutes Nichts, was sich nicht irgendwie räumlich erstrecke oder ergieße oder zusammenballe oder aufblähe oder etwas Gleiches nicht umfasse oder wenigstens umfassen könne. Denn aus den Formen, die sich meinen Augen gewöhnlich darboten, entstanden die Bilder, in denen sich mein philosophisches Denken bewegte, ohne dabei zu bemerken, daß eben diese Tätigkeit, mit der ich diese Bilder erzeugte, weder etwas Körperliches noch etwas Räumliches sei, aber doch etwas Großes sein müsse, da sie sie sonst nicht erzeugen könnte. So dachte ich mir denn, o Leben meines Lebens, auch du durchdrängest in einer Größe, die sich nach allen Richtungen durch den unendlichen Raum erstrecke, das ganze Weltall und dehntest dich auch außerhalb desselben in der Unendlichkeit grenzenlos aus, so daß Erde, Himmel und das All dich in sich schließe und in dir begrenzt sei, du aber nirgends. Gleichwie der Luftkörper über unserer Erde das Sonnenlicht nicht hindert, ihn zu durchdringen, indem S. 132 es ihn weder zerreißt noch durchschneidet, sondern ganz erfüllt, so, glaubte ich, sei auch dir nicht nur die Masse von Himmel, Luft und Meer, sondern auch die der Erde zugänglich und in allen ihren Teilen, den größten wie den kleinsten, durchdringbar, so daß sie deine Gegenwart aufnähmen und du in geheimnisvoller Wirksamkeit innerhalb und außerhalb des Alls alle deine Geschöpfe lenkest. So dachte ich, weil ich es mir anders nicht denken konnte; aber es war falsch. Denn so würde ein größerer Teil der Erde auch einen größeren von dir und ein kleinerer einen kleineren von dir umfassen; dann wäre alles von dir derart erfüllt, daß der Körper eines Elefanten mehr von dir in sich schlösse als der eines Sperlings, insoweit er größer ist und einen größeren Raum einnimmt; und stückweise würdest du den großen Teilen der Welt große, den kleinen aber kleine Teile deines Wesens vergegenwärtigen. Aber so ist es nicht. Doch damals hattest du noch nicht meine Finsternis erleuchtet.