• Start
  • Werke
  • Einführung Anleitung Mitarbeit Sponsoren / Mitarbeiter Copyrights Kontakt Impressum
Bibliothek der Kirchenväter
Suche
DE EN FR
Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
VI. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Häresien

24.

[Forts. v. S. 110 ] Noch aber waren da die Bücher, welche die Erinnerung an seine Bosheit bewahrten. Die Witwe erbte die Bücher und das Vermögen. Da sie keinen Verwandten noch sonst jemanden hatte, beschloß sie, mit dem Vermögen einen Knaben namens Kubrikos zu kaufen. Sie nahm ihn an Kindesstatt an, ließ ihn wie einen eigenen Sohn in den Wissenschaften der Perser unterrichten und schärfte so die Waffe zum Verderben der Menschheit. Kubrikos, der böse Knecht, wuchs mitten unter den Philosophen heran. Als die Witwe gestorben war, erbte er von ihr die Bücher und das Vermögen. Da er sich seines Sklavennamens schämte, nannte er sich später statt Kubrikos Mani, was in der Sprache der Perser „Rede“ bedeutet. Da er nämlich meinte, redegewandt zu sein, nannte er sich Mani, als wäre er ein vorzüglicher Redner gewesen. Im Sprachgebiet der Perser verschaffte er sich damit allerdings Ansehen. Aber durch göttliche Fügung wurde er wider seinen Willen sein eigener Ankläger: während er in Persien sich zu ehren glaubte, sollte er sich bei den Griechen auf Grund seines Namens als wahnsinnig bekennen1.


  1. μανία [mania] = Wahnsinn. ↩

pattern
  Drucken   Fehler melden
  • Text anzeigen
  • Bibliographische Angabe
  • Scans dieser Version
Download
  • docxDOCX (305.76 kB)
  • epubEPUB (289.61 kB)
  • pdfPDF (1.04 MB)
  • rtfRTF (937.49 kB)
Übersetzungen dieses Werks
Katechesen an die Täuflinge (BKV)
Kommentare zu diesem Werk
Einleitung zu den Kathechesen

Inhaltsangabe

Theologische Fakultät, Patristik und Geschichte der alten Kirche
Miséricorde, Av. Europe 20, CH 1700 Fribourg

© 2026 Gregor Emmenegger
Impressum
Datenschutzerklärung