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Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
X. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „und an einen Herrn Jesus Christus".

9.

S. 151 Hiermit hast du einen Beweis. Du sollst noch einen zweiten klaren Beweis haben: „Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten!“1 So spricht der Herr zum Herrn, nicht zum Diener, sondern zum Herrn des Weltalls, zu seinem Sohn, „dem er alles unterworfen hat. Wenn er aber sagt, alles sei ihm unterworfen, dann ist zweifellos der ausgenommen, der ihm alles unterworfen hat, . . . . . damit Gott alles in allem sei“2. Der eingeborene Sohn ist der Herr aller, aber er ist der gehorsame Sohn des Vaters. Nicht hat er die Herrschaft mit Gewalt an sich gerissen, sondern er hat sie von ihm kraft eines freiwilligen Entschlusses auf natürliche Weise erhalten. Nicht hat der Sohn die Herrschaft geraubt, noch hat der Vater ihn wegen Übertragung der Herrschaft beneidet. Er selbst sagt von sich: „Alles ist mir vom Vater übergeben worden“3. „Es ist mir übergeben worden“, (d. h.) nicht als ob ich es früher nicht gehabt hätte; ich bewahre es mit Recht, da ich es dem Geber nicht geraubt habe.


  1. Ps. 109, 1 [hebr. Ps. 110, 1]. ↩

  2. 1 Kor. 15, 27 f. ↩

  3. Luk. 10, 22. ↩

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