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Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
X. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über das Wort: „und an einen Herrn Jesus Christus".

10.

Der Sohn Gottes ist also Herr. Herr ist der, welcher zu Bethlehem in Judäa geboren wurde, wie der Engel den Hirten verkündet hatte: „Ich verkünde euch eine große Freude; denn Christus, der Herr, ist euch heute in der Stadt Davids geboren worden“1. Von ihm sagt einmal einer der Apostel2: „Sein Wort hat er den Söhnen Israels gesandt, Friede verkündend durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller.“ Wenn er sagt „aller“, dann darfst du nichts von seiner Herrschaft ausnehmen. Seien es Engel oder Erzengel oder Mächte oder Herrschaften oder (sonst) etwas Erschaffenes, das von den Aposteln erwähnt wird: alles steht unter der Herrschaft des Sohnes. Er ist der Herr der Engel, wie im Evangelium geschrieben steht: „Da stand der Teufel von ihm ab, und die Engel kamen und dienten ihm“3. Nicht S. 152 heißt es „sie halfen ihm“, sondern „sie dienten ihm“, was Pflicht der Knechte ist. Als der Herr aus einer Jungfrau geboren werden wollte, da diente Gabriel, der im Dienen seine Würde erkannte. Da Jesus nach Ägypten fliehen wollte, um in Ägypten die Götzenbilder zu zerstören4, da war es wiederum ein Engel, der dem Joseph erschien5. Als er nach seiner Kreuzigung von den Toten auferstanden war, verkündete den Frauen ein Engel als guter Diener: „Gehet hin und saget seinen Jüngern: Er ist auferstanden und er geht vor euch nach Galiläa. Siehe, ich habe es euch gesagt“6. Er wollte gleichsam sagen: „Ich habe meinen Auftrag nicht übertreten; daß ich ihn euch ausgerichtet habe, erkläre ich feierlich, damit, wenn ihr nicht darauf achtet, der Tadel nicht mich treffe, sondern die, welche nicht darauf geachtet haben.“ Der eine Herr Jesus Christus ist es, von dem auch die heutige Schriftlesung spricht: „Mag man nämlich auch von vielen Göttern sprechen, die im Himmel oder auf Erden seien, wir“ — so heißt es weiter — „haben nur einen Gott, den Vater, von dem alles stammt und für den wir sind, und einen Herrn Jesus Christus, durch welchen alles ist und durch welchen wir sind“7.


  1. Ebd. [Luk.] 2, 10. 11. ↩

  2. Nämlich Petrus in Apg. 10, 36. ↩

  3. Matth. 4, 11. ↩

  4. Es war altchristliche Anschauung, daß bei der Flucht Jesu nach Ägypten daselbst die Götzenbilder einstürzten. Die Anschauung mag sich auf Is. 19, 1 gestützt haben. ↩

  5. Matth. 2, 13. ↩

  6. Ebd. [Matth.] 28, 7. ↩

  7. 1 Kor. 8, 5. 6. ↩

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