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Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
XVII. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über den HI. Geist. (Fortsetzung.)

28.

[Forts. v. S. 329 ] Als in Antiochien, der bedeutendsten Stadt Syriens, die Predigt über Christus sich wirksam zeigte, wurde von hier (═ Jerusalem) aus nach Antiochien als Mitarbeiter am guten Werke Barnabas, „ein trefflicher Mann, voll des Hl. Geistes und des Glaubens“, entsandt1. Da dieser die große Ernte des christlichen Glaubens sah, holte er aus Tarsus den Paulus als Kampfgenossen nach Antiochien2. Sie unterrichteten nun eine große Menge in der Kirche und gewannen sie für dieselbe, und „zum ersten Male wurden in Antiochien die Jünger Christen genannt“3; der Hl. Geist hat, wie ich glaube, den vom Herrn den Gläubigen verheißenen „neuen Namen“4 gegeben. Da Gott in gar reichlichem Maße zu Antiochien die Gnade des Geistes ausgoß, gab es daselbst Propheten und Lehrer; zu ihnen gehörte Agabus5. „Während des Gottesdienstes und Fastens sprach der Hl. Geist: sondert mir nun den Barnabas und Paulus für die Aufgabe aus, zu welcher ich sie berufen habe!“6 Da legte man ihnen die Hände auf, und der Hl. Geist entsandte sie7.

Der Hl. Geist, der spricht und sendet, ist offenbar, wie wir schon gesagt haben, lebendig, persönlich, wirksam.


  1. Ebd. [Apg.] 11, 21―24. ↩

  2. Ebd. [Apg.] 11, 25. ↩

  3. Ebd. [Apg.] 11, 26. ↩

  4. ls. 65, 15; vgl. Katech. 10, 16. ↩

  5. Apg. 11, 28; 13, 1. ↩

  6. Ebd. [Apg.] 13, 2. ↩

  7. Ebd. [Apg.] 13, 3. 4. ↩

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