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Works Letters of the Popes Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401) (BKV)
Damasus I. (366 — 384)
12. Schreiben der Synode v. Konstantinopel an Damasus und die Bischöfe des Abendlandes v. J. 382

3. Diese Lage des Orients, die Kürze der Zeit verhindere sie, der Einladung nach Rom zu entsprechen; sie seien zu einer solchen Reise gar nicht vorbereitet, schicken aber zum Beweise ihrer Eintracht drei Bischöfe nach Rom.

Da ihr nun in euerer brüderlichen Liebe gegen uns zu S. 327 der Synode, welche ihr nach Gottes Rathschluß in Rom versammelt, durch das Schreiben des gottseligsten Kaisers auch uns gleichsam als (euere) eigenen Glieder eingeladen habt, damit, nachdem wir früher allein zum Leiden verurtheilt waren, jetzt, wo die Kaiser in der Angelegenheit der Religion übereinstimme,.1 ihr nicht ohne uns herrschet, sondern nach dem Worte des Apostels2auch wir mit euch herrschen: hätten wir allerdings gewünscht, wenn es möglich wäre, daß wir alle zusammen unsere Kirchen verlassen und dem Wunsche oder der Nothwendigkeit entsprechen könnten; denn „wer wird uns Flügel geben wie einer Taube, daß wir fliegen und ruhen bei euch?"3Allein weil Dieß die Kirchen, welche sich gerade erst zu erholen anfangen, gänzlich entblößen würde und den Meisten es geradezu unmöglich wäre; (denn wir hatten uns nach Constantinopel versammelt gemäß des von euerer Ehrwürdigkeit nach dem Concil zu Aquileja an den gottseligsten Kaiser Theodosius geschickten Schreibens, nur zu dieser Reise nach Constantinopel sind wir vorbereitet, nur zu dieser einen Synode haben wir die Zustimmung unserer Provincialbischöfe, da wir von der Nothwendigkeit, eine weitere Reise machen zu müssen, keine Ahnung hatten und hievon vor unserer Ankunft in Constantinopel gar Nichts hörten; die Kürze des vorgesteckten Termines würde auch zu den Vorbereitungen für eine längere Reise, sowie zur Aufforderung an alle in den verschiedenen Provinzen vertheilten Bischöfe unserer Gemeinschaft und zur Einholung ihrer Zustimmung nicht hinreichen;) da Dieß und noch vieles Andere die Meisten an der Abreise verhinderte, so erfüllten wir, was das Zweite war, um sowohl die Angelegenheiten in Ordnung zu bringen S. 328 als auch unsere Liebe zu euch zu beweisen, und baten unsere hochwürdigsten und geehrtesten Brüder und Mitdiener, die Bischöfe Cyriacus, Eusebius und Priscianus, sich der Reise zu euch zu unterziehen; durch diese also beweisen wir unsere friedfertige Gesinnung und unser Verlangen nach Eintracht und offenbaren unseren Eifer für den gesunden Glauben.


  1. Eine Hinweisung auf den früheren Zwiespalt zwischen dem orthodoxen Kaiser Valentinian im Occident und dem arianischen Kaiser Valens im Orient, an dessen Stelle jetzt der rechtgläubige Theodosius war. ↩

  2. II. Cor. 4. 8. ↩

  3. Ps. 54 (55). 7. ↩

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Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401) (BKV)

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