16.
Es beschmutzten nämlich noch die Kirche: Cerinth, Menander, Karpokrates, die Ebioniten und Marcion, der Mund der Gottlosigkeit. Wer verschiedene Götter verkündet, den einen als guten Gott, den anderen dagegen als gerechten Gott bezeichnet, der widerspricht dem Sohne, der sagt: „Gerechter Vater!“1 Wer zwischen dem Vater und dem Weltschöpfer unterscheidet, der setzt sich in Gegensatz zu dem Worte des Sohnes: „Wenn Gott das Gras des Feldes, das heute ist und S. 106 morgen in den Feuerofen geworfen wird, also kleidet“2, und: „Der seine Sonne aufgehen läßt über Böse und Gute, und über Gerechte und Ungerechte regnen läßt“3. Marcion ist der Urheber eines noch anderen Vergehens. Da er durch die im Neuen Testament stehenden alttestamentlichen Zeugnisse widerlegt worden wäre, hat er, nachdem er Gott verlassen hatte, als erster sich erfrecht, diese Zeugnisse auszumerzen und das verheißene Wort des Glaubens der Zeugnisse zu berauben. Er wollte, gerade als wenn keine Prediger mehr dagewesen wären, den Glauben der Kirche wankend machen4.