31.
Mani hatte drei Jünger: Thomas, Baddas und Hermas. Niemand darf das Evangelium nach Thomas lesen; denn nicht stammt es von einem der zwölf Apostel, sondern von einem der drei bösen Schüler des Mani. Niemand darf sich den Manichäern, den Seelenverderbern, anschließen, welche mit ihrem Spreuwasser1 ein strenges Fasten zur Schau tragen, welche den Schöpfer der Speisen schmähen, aber mit den S. 116 ausgesuchtesten Speisen sich voll fressen, und welche lehren, daß, wer eine Pflanze ausreiße, in dieselbe verwandelt werde. Wenn der, welcher Gräser oder Gemüse abschneidet, in dieselben verwandelt wird, wie zahlreich sind dann die Pflanzen, in welche die Landleute und Gärtner verwandelt werden! So viele Pflanzen sehen wir unter der Sichel des Gärtners fallen. In welche wird der Gärtner nun verwandelt? Wahrhaft lächerlich, verachtungswert und schandvoll sind die Lehren. In welches Tier wird ein Schafhirte verwandelt, welcher ein Schaf geopfert und einen Wolf getötet hat? In welches Tier werden die vielen Menschen verwandelt, welche mit dem Netze Fische und mit dem Leime Vögel gefangen haben?
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Die Manichäer verboten den Genuß von Wein und hatten statt des Weines das hier erwähnte Getränke. ↩