6.
Wir beten also an den Vater Christi, den Schöpfer Himmels und der Erde, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, zu dessen Ehre auch der frühere Tempel dahier uns gegenüber erbaut worden war. Nicht werden wir die Häretiker dulden, welche das Alte Testament von dem Neuen trennen. Wir werden Christus gehorchen, der vom Tempel sagt: „Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist?“1, und wiederum: „Schaffet dieses weg von hier und machet nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus!“2 Mit diesen Worten erklärte er auf das deutlichste, daß der frühere Tempel in Jerusalem das Haus seines Vaters war. Wenn aber einer infolge seines Unglaubens noch mehrere Beweise dafür braucht, daß der Vater Christi ein und derselbe ist wie der Schöpfer der Welt, der möge auch noch auf sein Wort hören: „Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Aber keiner von S. 124 ihnen fällt auf die Erde ohne meinen Vater, der in den Himmeln ist“3, und: „Betrachtet die Vögel des Himmels: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen! Euer Vater im Himmel ernährt sie“4, und: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke“5.