6.
Reichtum, Gold und Silber gehören nicht, wie einige glauben, zur Herrschaft des Teufels. „Denn die ganze Welt mit ihren Schätzen gehört dem Gläubigen, dem Ungläubigen aber gehört auch nicht ein Heller1; S. 133 nichts ist aber ungläubiger als der Teufel. Deutlich erklärt Gott durch den Propheten: „Mir gehört das Silber, mir das Gold“2. Benütze das Geld nur richtig, dann ist es nicht zu tadeln. Wenn du, was gut ist, schlecht gebrauchst, dann schimpfst du gottlos über den, der es bereitet hat, statt über deinen Gebrauch zu schimpfen. Den zeitlichen Gütern kann es einer sogar zu verdanken haben, daß er gerecht ist. (Denn es steht geschrieben:) „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben“3 — offenbar von zeitlichen Gütern; „ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet“4 — offenbar mit zeitlichen Gütern. Willst du wissen, daß irdische Schätze die Türe zum Himmelreich sein können? „Verkaufe“ — heißt es — „was du hast, und gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben“5.