14.
[Forts. v. S. 143 ] Ist also der Künstler nicht würdig der Lobpreisung? Ist denn etwa die Schöpfung schon deshalb, weil du nicht in das Wesen alles Geschaffenen eindringst, böse? Kannst du die Kräfte aller Pflanzen kennen? Kannst du wissen, welchen Nutzen dir jedes Tier bringt? Sogar aus dem Gifte der Nattern hat man bereits Arzneimittel gewonnen. Du wirst einwenden: „Die Schlange ist schrecklich.“ Doch fürchte den Herrn, und sie wird dir nicht schaden können. (Du wirst einwenden:) „Der Skorpion sticht.“ Doch fürchte den Herrn, und er wird dich nicht stechen. (Du wirst einwenden:) „Der Löwe ist blutdürstig.“ Doch fürchte den Herrn, und der Löwe wird sich neben dich legen, wie er sich neben Daniel gelegt hat. Wahrlich, bewundern sollte man geradezu die Kraft der Tiere: die einen, wie der Skorpion, haben in den Stacheln ihre scharfen Waffen, andere haben ihre Kraft in den Zähnen, andere benützen ihre Klauen zum Kampfe; die Macht des Basilisken liegt im Blick. Aus der verschiedenen Einrichtung in der Schöpfung sollst du schließen auf die Kraft des Schöpfers.