17.
Wahrer Gott ist also der Sohn. Er hat den Vater in sich, nicht jedoch ist er in den Vater verwandelt. Nicht nämlich ist der Vater Mensch geworden, sondern der Sohn. Die Wahrheit soll frei herausgesagt werden. Nicht der Vater hat für uns gelitten, sondern der Vater hat den gesandt, der für uns gelitten hat. Nie wollen wir behaupten: „Es war einmal, da war der Sohn nicht“1; aber wir wollen auch keine Sohn-Vaterschaft annehmen. Laßt uns vielmehr auf dem königlichen Wege wandeln, ohne nach links oder rechts abzuweichen! Wir wollen nicht in der Absicht, den Sohn zu ehren, diesen Vater nennen; wir wollen aber auch nicht in der Absicht, den Vater zu ehren, den Sohn nur für ein Geschöpf halten. Der eine Vater soll durch den einen Sohn angebetet werden, nicht darf die Anbetung geteilt werden. Ein Sohn soll verkündet werden, der vor der Zeit zur Rechten des Vaters sitzt, und der das Sitzen S. 172 zu seiner Seite nicht erst allmählich, in der Zeit, nach seinem Leiden, erhalten hat, sondern ewig besitzt.
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Arius lehrte von Christus: ἦν ποτε ὅτε οὐκ ἦν [ēn pote hote ouk ēn]. ↩