2.
[Forts. v. S. 179 ] Die Juden aber verwerfen den, der erschienen ist; sie warten auf den, der zu ihrem Unglück kommen wird. Den wahren Christus wiesen sie zurück, den Betrug aber nehmen sie, die Betrogenen, auf. Auch hierin bestätigt sich das Wort des Erlösers: „Ich bin gekommen im Namen meines Vaters, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, dann werdet ihr diesen aufnehmen“1. Es ist gut, den Juden die Frage vorzulegen: Wenn der Prophet Isaias sagt: „Der Emanuel wird aus einer Jungfrau geboren werden“, spricht er da die Wahrheit oder lügt er? Würden sie ihn der Lüge bezichtigen, so wäre es keineswegs zu verwundern. Sie pflegen ja die Propheten nicht nur als Lügner zu schelten, sondern auch zu steinigen. Wenn aber der Prophet die Wahrheit spricht, dann zeiget uns den Emanuel! Wird der, der kommen soll und auf den ihr wartet, aus einer Jungfrau geboren oder nicht? Wird er nicht aus einer Jungfrau geboren, dann beschuldigt ihr den Propheten der Lüge. Wenn ihr aber diese Geburt in der Zukunft erwartet, warum nehmt ihr sie, wenn sie bereits erfolgt ist, nicht an?
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Joh. 5, 43. ↩