17.
Doch wendet man ein: „Seinerzeit ist einer, der erst gestorben war, von dem Lebenden auferweckt worden; beweiset uns aber die Möglichkeit, daß jemand, der schon drei Tage tot war, wieder auferstanden ist, daß einer, der schon im Grabe lag, nach drei Tagen wieder aus demselben erstanden ist!
Suchen wir nach einem Zeugnis hierfür! Der Herr Jesus gibt es uns, wenn er in den Evangelien sagt: „Gleichwie nämlich Jonas drei Tage und drei Nächte im Bauche des Haies war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoße der Erde sein“1. Wenn wir die Erzählung über Jonas prüfen, dann zeigt sich uns große Ähnlichkeit. Jesus wurde gesandt, Buße zu predigen; auch Jonas war dazu gesandt S. 248 worden. Aber während Jonas, die Zukunft nicht kennend, die Flucht ergriff, war es Jesus eine Freude die Buße des Heiles zu predigen. Während das Meer stürmte, schlief Jonas im Schiffe und schnarchte2; göttliche Fügung wollte es, daß auch, während Jesus schlief, das Meer stürmisch war, um die Macht des Schlafenden zu offenbaren. Zu Jonas sagte man: „Was schnarchst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an, damit Gott uns rette!“3 Zum Herrn sagt man: „Herr, rette uns!“4 Während es dort geheißen hatte: „Rufe deinen Gott an!“ heißt es hier: „Rette uns!“ Jonas entgegnet: „Nehmet mich und werfet mich in das Meer, und das Meer wird sich euch legen“5. Jesus aber gebot selbst den Winden und dem Meere, und „es entstand große Ruhe“. Jonas wurde in den Bauch des Haies geworfen; Jesus stieg freiwillig da hinab, wo der geistige Hai des Todes war. Freiwillig stieg er hinab, damit der Tod diejenigen wiedergäbe, welche er verschlungen hatte. Es war nämlich geschrieben: „Aus der Hand der Unterwelt werde ich sie befreien, vom Tode sie erlösen“6.