19.
[Forts. v. S. 249 ] Der Tod erschrak, als er sah, wie ein Fremder in die Unterwelt kam, ohne von den Ketten des Todes gefesselt zu sein. Warum, ihr Torhüter der Unterwelt, seid ihr bei seinem Anblick erschrocken? Vor wem habt ihr wider eure Gewohnheit euch gefürchtet? Der Tod floh und hat durch seine Flucht seine Furchtsamkeit verraten. Da eilten sie herbei, die himmlischen Propheten, der Gesetzgeber Moses, Abraham, Isaak und Jakob, David und Samuel, Isaias und Johannes, der Täufer, welcher es bezeugt hatte: „Du bist es, der kommen soll. Oder haben wir einen anderen zu erwarten?“1 Erlöst wurden alle Gerechte, welche der Tod verschlungen hatte. So gehörte es sich nämlich, daß die trefflichen Herolde von dem König, den sie verkündet hatten, erlöst werden. Jeder der Gerechten sprach damals: „Wo ist dein Sieg, o Tod? Unterwelt, wo ist dein Stachel?2 Denn der Urheber des Sieges hat uns befreit.“