20.
Von dieser Ankunft des Herrn und dem Ende der Welt wußte der Prediger. Er sagt nämlich: „Freue dich, Jüngling, über deine Jugend!“1 Und weiterhin: „Nimm den Unmut aus deinem Herzen und entferne das Böse aus deinem Fleische und gedenke deines Schöpfers, ehe die bösen Tage kommen, ehe sich die Sonne, das Licht, der Mond und die Sterne verfinstern, ehe finster werden in ihren Höhlen die Schauenden (gemeint ist die Sehkraft), ehe die Silberschnur zerreißt (ein Hinweis auf den Sternenteppich; denn wie Silber sehen die Sterne aus) und ehe die goldene Kamille zertreten wird (gemeint ist die dem Golde gleichende Sonne; die Kamille, eine bekannte Pflanze, hat nämlich S. 275 einen Kranz zahlreicher, wie Strahlen ausgehender Blütenblätter). Und sie werden aufstehen beim Gesang des Vogels. Von der Höhe aus werden sie sehen, und Schrecken wird sein auf dem Wege“2. Was werden sie sehen? „Dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels“3, und „sie werden klagen, Stamm für Stamm“4. Und was wird geschehen bei der Ankunft des Herrn? „Blühen wird der Mandelbaum, fett wird werden die Heuschrecke, und die Kappern werden aufbrechen“5. Nach den Exegeten besagt der blühende Mandelbaum, daß der Winter vorüber ist. Unsere Leiber werden alsdann nach dem Winter blühen in himmlischer Blüte. Und fett wird die Heuschrecke, d. i. die beflügelte Seele, welche mit dem Leibe bekleidet sein wird. Und die Kappern werden aufbrechen: die dornigen6 Sünder mögen bersten!