4.
[Forts. v. S. 339 ] Achte auch auf die Forderung der Gerechtigkeit! Urteile von dir selbst aus! Hast du verschiedene Diener, von denen die einen gut, die anderen böse sind, dann ehrst du die guten und schlägst die bösen. Bist du Richter, dann lobst du die guten Menschen und strafst die Verbrecher. Wenn nun bei dir, einem sterblichen Menschen, die Gerechtigkeit Schutz findet, soll dann bei Gott, dem Könige aller, der ohne Nachfolger ist, die Gerechtigkeit ihren Lohn nicht erhalten? Wahrlich gottlos ist es, (die Auferstehung) zu leugnen. Erwäge, was ich dir sage! Viele Mörder sind in ihrem Bette gestorben, ohne also gestraft worden zu sein. Wo wäre nun Gottes Gerechtigkeit? Mörder, auf denen fünfzig Mordtaten lasten, werden ein einziges Mal enthauptet. Wo nun werden sie für die neunundvierzig Mordtaten gestraft? Wenn es nach dieser Welt kein Gericht und keine Vergeltung gibt, dann beschuldigst du Gott der Ungerechtigkeit. Halte dich nicht darüber auf, daß das Gericht erst später kommt! Wird ja doch jeder Wettkämpfer erst nach Beendigung des Kampfes gekrönt oder beschämt. Niemals krönt ein Kampfrichter noch während des Kampfes, sondern er wartet, bis alle Kämpfer am Ziele sind, um erst dann an die Kritik zu gehen und die Kampfpreise und Kränze zu verteilen. So gibt Gott, so lange noch der Kampf auf dieser Welt fortdauert, wohl einstweilen den Gerechten etwas Hilfe, erteilt ihnen aber erst später vollen Lohn.