7.
Es ist jetzt Winter, wie du siehst. Die Bäume stehen jetzt wie abgestorben da. Wo sind die Blätter des Feigenbaumes? Wo sind die Trauben des Weinstockes? Doch was im Winter tot ist, grünt im Frühling. Kommt die Zeit, dann wird neues Leben gegeben, gleichsam eine Auferstehung von den Toten. Da Gott deinen Unglauben kennt, wirkt er Jahr für Jahr in S. 341 dieser sichtbaren Welt eine Auferstehung, damit du auf Grund dessen, was du in der unvernünftigen Welt wahrnimmst, auch eine Auferstehung der vernünftigen Wesen glaubst. Wenn Fliegen und Bienen oftmals, trotzdem sie im Wasser ertrunken sind, nach einiger Zeit wieder lebendig werden, wenn — deinem niederen Denken entsprechen die Beispiele — gewisse Arten von Kröten1, welche den Winter über bewegungslos daliegen, im Sommer wieder Leben bekommen, sollte dann der, welcher die vernunftlosen, niedrigen Geschöpfe in unfaßbarer Weise belebt, nicht auch uns, um derentwillen er jene Tiere erschaffen hat, Leben schenken?
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μυοξοί [myoxoi]. ↩