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Œuvres Cyrille de Jérusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
XVI. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über die Worte: „und an einen Hl. Geist, den Tröster, welcher durch die Propheten gesprochen hat."

9.

[Forts. v. S. 291 ] Ferner erhob sich zum Kampfe, wie bereits erwähnt1, der gar gottlose Manes, in dem sich die Irrtümer aller Häresien vereinigten. Er, der letzte Abgrund des Verderbens, faßte die Irrlehren aller Häretiker zusammen und stellte noch eine neue Irrlehre auf. Er wagte zu behaupten, er sei der Tröster, dessen Sendung Christus versprochen hatte. Der Erlöser gab nun aber den Aposteln die Verheißung: „Ihr aber bleibet in der Stadt Jerusalem, bis ihr mit Kraft von oben angetan werdet!“2 Wie, sollten etwa die Apostel, welche zweihundert Jahre vorher gestorben waren3, darauf gewartet haben, daß sie zur Zeit des Manes mit Kraft angetan werden? Wird jemand leugnen, daß sie bereits seinerzeit voll des Hl. Geistes waren? Es ist doch geschrieben: „Alsdann legten sie die Hände auf, und sie empfingen den Hl. Geist“4. Ist dies nicht vor Manes, und zwar viele Jahre vor ihm geschehen, nachdem der Hl. Geist am Pfingstfest herabgestiegen war?


  1. Vgl. Katech. 6, 25 ff. ↩

  2. Luk. 24, 49. ↩

  3. D. i. vor Manes. ↩

  4. Apg. 8, 17. ↩

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