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S. 679 Die Erklärung des Mythus bei Plato, der im Phädon steht, verschiebt Celsus auf eine andere Gelegenheit, indem er sagt: „ Was Plato mit diesen Worten meint, ist nicht leicht für einen jeden zu erkennen, außer für alle die, die es verstehen können, was jene Stelle bedeutet: 'infolge von Schwäche und Langsamkeit seien wir nicht imstande, bis zum Rande des Luftraums durchzudringen' und wenn die menschliche Natur fähig wäre. im Schauen auszuharren, so würde sie erkennen, dass jener der wahre Himmel und das wahre Licht sei'.“ Auf dieselbe Weise glauben auch wir nicht nötig zu haben, unsere Auffassung von „der heiligen und guten Erde“ und „der Stadt Gottes“ in ihr in der gegenwärtigen Arbeit klarzulegen, und sparen uns dies deshalb für unsere Erläuterungsschriften zu den Propheten auf. Über „die Stadt Gottes“ haben wir bereits teilweise nach Kräften Erläuterungen in unseren Arbeiten zu dem fünfundvierzigsten und dem siebenundvierzigsten Psalm gegeben. Die Schriften des Moses und der Propheten, diese ältesten aller Bücher, die es gibt, wissen, dass alle Dinge, die wirklich und wahrhaftig sind, dieselben Namen haben wie diejenigen, deren man sich hier auf Erden ganz allgemein bedient; dass es also zum Beispiel „ein wahres Licht“1 und einen anderen „Himmel“2 als „die Feste“3 und eine andere „Sonne der Gerechtigkeit“4 verschieden von der, die wir sehen. Damit diese Dinge von den sinnlich wahrnehmbaren, denen keine Wahrheit und Wirklichkeit zukommt, unterschieden werden, sagt die Schrift einfach von Gott: „Seine Werke sind wahrhaft“5 , indem S. 680 sie „die Werke Gottes“ auf die „wahrhaften“ Dinge, die sogenannten „Werke seines Hände“6 , aber auf geringere Dinge bezieht. Sie sagt also, indem sie durch Jesaja Tadel gegen einige Menschen ausspricht: „Sie schauen nicht auf die Werke des Herrn, und die Werke seiner Hände betrachten sie nicht“7 . Doch hierüber sei soviel gesagt.
