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Wie mir scheint, hat Plato auch seine Ausführungen über die hier für kostbar geltenden Steine, von S. 678 denen es heißt, dass sie einen Abglanz von den Steinen auf der besseren Erde hätten, den Aufzeichnungen über die Stadt Gottes bei Jesaja entnommen, über die geschrieben steht: „Ich will deine Zinnen aus Jaspis machen und deine Steine1 aus Bergkristallen und deine Umfassungsmauer aus erlesenen Steinen“2 ; und wiederum: „Ich will deine Grundfesten aus Saphir machen“3 . Diejenigen, welche die Worte Platos würdig deuten können, erklären den Mythus bei diesem Philosophen sinnbildlich; die Stellen der Propheten aber, von denen, wie wir vermuten, auch Plato entlehnt hat, werden von denjenigen ausgelegt werden, die ähnlich den Propheten ein gottgefälliges Leben führen und alle ihre Zeit auf die Erforschung der heiligen Schriften verwenden, wenn sie nur Leute finden, die wegen der Reinheit ihres Lebens und ihrer Wißbegier um die göttlichen Dinge zur Aufnahme einer solchen Auslegung befähigt sind. Wir hatten hier nur die Aufgabe zu zeigen, dass wir unsere Lehre von dem heiligen Lande weder von Plato, noch von anderen griechischen Schriftstellern entlehnt haben; dass vielmehr diese, die nicht nur jünger sind als Moses, welcher der älteste ist, sondern auch als die meisten anderen Propheten, entweder von einige Leuten, die über solche Dinge in dunklen Andeutungen reden, etwas falsch gehört haben, oder selbst auf die heiligen Schriften gestoßen sind und mit einiger Veränderung ihrer Gedanken solche Äußerungen über „die bessere Erde“ getan haben. Ganz deutlich legt4 Haggai dar, dass „das Trockene“ etwas anderes bedeute als „die Erde“, indem er mit dem Trockenen die Erde bezeichnet, auf der wir wohnen. Er sagt aber so: „Noch eine kleine Weile ist's, so erschüttere ich den Himmel und die Erde und das Trockene und das Meer“5 .
