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Vom ersten katechetischen Unterricht (BKV)
1. Kapitel: Einleitung. Die Veranlassung des hl. Augustinus zur Abfassung des vorliegenden Werkes
S. 233 1. Mein Bruder Deogratias, du hast mich gebeten, dir einiges zu schreiben, was du für den ersten katechetischen Unterricht1 gebrauchen könntest. Wie du nämlich sagst, bringt man dir in Karthago, wo du Diakon bist, gar oft Leute, die den allerersten Einführungsunterricht ins Christentum erhalten müssen; denn wegen deiner gründlichen theologischen Kenntnisse und wegen deines anziehenden Vortrages hält man dich für einen ganz besonders geeigneten Katecheten. Wie du aber erklärst, bist du fast immer darüber in Verlegenheit, wie du das, was wir glauben müssen, um Christen zu sein, einem am besten beibringen kannst, von wo du ausgehen und wie weit du in deiner Darlegung kommen sollst, ob man an die Darlegung auch noch eine Ermahnung anschließen soll oder ob man sich einfach auf die Gebote beschränken dürfe, deren Beobachtung sich dem Schüler als wesentlicher Inhalt des christlichen Lebens und Bekenntnisses darstellen muß. Ferner bekennst und klagst du, du seiest dir gar oft wegen deiner langen und trockenen Vorträge selber überdrüssig und zuwider, um S. 234von dem gar nicht zu reden, dem dein Vortrag galt oder von den anderen, die als Zuhörer zugegen waren. Diese Not sei denn auch daran schuld, daß du mich bei meiner Liebe zu dir darum batest, ich solle mich doch durch meine Berufsgeschäfte nicht davon abhalten lassen, dir über diesen Gegenstand das eine oder andere zu schreiben.
2. Ich für meine Person fühle mich nun nicht bloß von meiner Freundschaft zu dir, sondern überhaupt auch durch das Gefühl der Liebe und das Bewußtsein der Verpflichtung zu unserer Mutter, der Kirche, gedrängt, keine Aufgabe zurückzuweisen, sondern sie vielmehr gerne und freudig zu übernehmen, wenn mich der Herr mit der Arbeitskraft, die mir dank seiner Freigebigkeit zur Verfügung steht, meine gottbestellten Brüder unterstützen heißt. Je mehr ich also wünsche, das vom Herrn erhaltene Talent möge weiter segensreich wirken, um so mehr muß ich, sobald ich sehe, daß meine Mitarbeiter in der Verteilung des Almosens [der christlichen Unterweisung in den göttlichen Wahrheiten] auf Schwierigkeiten stoßen, nach Möglichkeit dazu mitwirken, daß sie das mit Leichtigkeit und Gewandtheit ausführen können, wozu es ihnen nicht an Eifer und gutem Willen gebricht.
Das vorliegende Schriftchen ist dem Anfangs- oder Einführungsunterricht ins Christentum gewidmet [De catechizandis rudibus]. Unter „rudis“ versteht man nach dem Sprachgebrauch der ersten christlichen Zeit den in der christlichen Lehre noch völlig unerfahrenen Neuling; rudis ist nicht allein der ungebildete, niedere Mann aus dem Volke, sondern auch der Durchschnittsgebildete, der die üblichen Schulen durchgemacht hat, der auf seine Bildung stolze und im Urteil absprechende Bildungsphilister, der aber vom Christentum noch nichts weiß. [Drews bei Krüger, a.a.O. IVf.] ↩
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Méthode pour enseigner aux catéchumènes les éléments du Christianisme
CHAPITRE PREMIER.
BUT DE CE TRAITÉ.
Tu m’as prié, Déogratias mon frère, de t’adresser des conseils sur la manière de remplir tes fonctions de catéchiste. Chargé à Carthage, en qualité de diacre, d’initier au christianisme un grand nombre de personnes confiées à tes soins, sur la réputation dont tu jouis de savoir réunir, dans ton enseignement, la solidité de la doctrine à la grâce de l’élocution; tu hésites souvent, me dis-tu, sur la méthode à suivre pour enseigner avec facilité les vérités élémentaires qu’il faut croire pour obtenir le titre de chrétien. Tu me demandes où doit commencer, où doit finir cette exposition; s’il est nécessaire d’y ajouter quelques exhortations, ou s’il suffit de formuler simplement les préceptes dont l’observation est essentielle à celui qui veut embrasser la foi chrétienne et y conformer sa vie. Si j’en crois même tes aveux et tes plaintes, ta parole finit par devenir languissante et t’inspire du dégoût, loin de charmer le catéchumène et l’auditoire. Dans cette situation délicate, tu m’as prié, au nom rie la charité que je te dois, de vouloir bien, au milieu de mes travaux, t’adresser quelques conseils sur ce sujet.
Pour moi, je trouve dans la charité et dans le sentiment des devoirs qui m’attachent, non-seulement à un ami en particulier, mais encore à l’Eglise en général, un motif impérieux de rendre sur-le-champ, avec un dévouement sans bornes, tous les services que me permettent d’offrir les bienfaits dont Dieu m’a comblés et qu’il m’impose envers ceux dont il a fait mes frères. Plus je désire voir se répandre au loin les trésors du Seigneur,plus je suis obligé d’adoucir les peines qu’éprouvent ses serviteurs et mes collaborateurs à les faire valoir; plus je dois, dans la mesure de mes forces, leur faciliter la tâche qu’ils brûlent de remplir.