Werke
Augustinus von Hippo (354-430)
Enchiridion ad Laurentiom, seu de fide, spe et caritate
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Enchiridion oder Buch vom Glauben, von der Hoffnung und von der Liebe (BKV)
109.
Während der Zeit jedoch zwischen dem Tode des Menschen und seiner letzten Auferstehung befinden sich die Seelen an verborgenen Aufenthaltsorten, je nachdem eine der Ruhe oder der Strafe würdig ist, d. h. je nach dem, was sie sich während ihres Lebens im Fleische verdient hat.
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The Enchiridion
Chapter 109.--The State of the Soul During the Interval Between Death and the Resurrection.
During the time, moreover, which intervenes between a man's death and the final resurrection, the soul dwells in a hidden retreat, where it enjoys rest or suffers affliction just in proportion to the merit it has earned by the life which it led on earth.
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Übersetzungen dieses Werks
Enchiridion oder Buch vom Glauben, von der Hoffnung und von der Liebe (BKV) | |
The Enchiridion |
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Introductory Notice - The Enchiridion |
Inhaltsangabe
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- Enchiridion oder Buch vom Glauben, von der Hoffnung und von der Liebe (De fide, spe et caritate)
- 1. Kapitel: Alles, was Laurentius von Augustinus wissen will, geht letzten Endes auf eine richtige Auffassung der drei göttlichen Tugenden: des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, zurück
- 2. Kapitel: Im apostolischen Glaubensbekenntnis und im Gebet des Herrn sind Glaube, Hoffnung und Liebe im wesentlichen enthalten. ― Erläuterungen zum Begriff der drei göttlichen Tugenden
- 3. Kapitel: Die Güte des dreieinigen Schöpfers, der alles als gut erschaffen hat, ist erster Gegenstand des christlichen Glaubens. ― Wesensbestimmung des in der Welt vorkommenden Bösen
- 4. Kapitel: Alle Geschöpfe sind aus der Schöpferhand Gottes als wesentlich gut hervorgegangen; sie sind jedoch einer Verschlechterung fähig, weil sie nicht absolut gut sind. Das Gute und Böse an den Geschöpfen bedingt sich in gewissem Sinn: das Böse setzt immer etwas Gutes voraus
- 5. Kapitel: Wenn für den Menschen auch das Verständnis all der großen Vorgänge der Körperwelt nicht nötig ist, so sollen wir doch die Ursachen des Guten und Bösen unter möglichster Vermeidung des Irrtums kennen lernen; wenn wir dabei den Irrtum nie ganz vermeiden werden, so schadet das oft nichts, weil nicht jeder Irrtum sündhaft, ja auch nur schädlich ist
- 6. Kapitel: Lüge ist immer Sünde, wenn es auch verschiedene Grade der Sündhaftigkeit gibt; der Begriff der Lüge ist scharf von dem des Irrtums zu scheiden; ein Übel ist aber auch der Irrtum an sich immer
- 7. Kapitel: Trotzdem wir irrende Menschen sind, ist doch die Ansicht zu verwerfen, wir seien zu einer Erkenntnis der Wahrheit überhaupt nicht fähig. – Irrtumsfähigkeit ist charakteristisch für dieses Leben; sie ist zwar meist keine Sünde, aber immerhin ein Übel; Sünde ist aber immer die Lüge, selbst die Notlüge
- 8. Kapitel: Nicht Gott, sondern der Mißbrauch des freien Willens durch die Geschöpfe ist schuld an dem Fall der Engel und Menschen; der Fluch der Erbsünde hätte unrettbar alle Menschen auf ewig betroffen, wenn nicht Gottes helfende Gnade rettend eingegriffen hätte
- 9. Kapitel: Die gefallene Menschheit sollte wieder gerettet werden; aber kein Mensch wird durch das Verdienst eigener guter Werke oder durch freien Willensentschluß, sondern durch die Gnade Gottes selig, der in uns sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt
- 10. Kapitel: Diese Hilfe konnte dem gefallenen Menschengeschlecht nur ein gottmenschlicher Erlöser bringen
- 11. Kapitel: Die Erhebung der menschlichen Natur Christi zur Würde [„Würde“ statt „Wünde“] des Sohnes Gottes war eine hervorragende Gnade Gottes; die nämliche Gnade offenbart sich in der Geburt Christi vom Heiligen Geist
- 12. Kapitel: Darlegung der Art und Weise, wie Christus aus dem Heiligen Geist geboren wurde
- 13. Kapitel: Christus ist für uns freiwillig zur Sünde geworden, auf daß wir mit Gott versöhnt werden; diese Versöhnung geschieht im Sakramente der Taufe, wo wir von allen Sünden befreit werden, mit denen wir geboren werden
- 14. Kapitel: Christus der zweite Adam; erst durch Christi Opfertod wurde eine Wiedergeburt (in der Taufe) möglich. ― Christi Wiederkunft als Richter
- 15. Kapitel: Vom Heiligen Geist und von der Kirche; die Kirche Gottes ist ein zweifacher Tempel Gottes. ― Von der triumphierenden Kirche im Himmel; Streitfragen in der Lehre von den Engeln
- 16. Kapitel: Der Satan und die Menschen. ― Die Wirkung der Erlösung auf das Verhältnis zwischen triumphierender und streitender Kirche; vom Frieden des Himmels
- 17. Kapitel: Sündenschuld und Sündenvergebung
- 18. Kapitel: Notwendigkeit des in der Liebe wirksamen Glaubens; vom Feuer der Trübsal und der Abtötung; das Reinigungsfeuer
- 19. Kapitel: Ein vorzügliches Mittel, um von Gott Verzeihung seiner Sünden zu erlangen, ist die Bereitwilligkeit, mit der man selbst seinen Beleidigern verzeiht
- 20. Kapitel: Almosengeben ohne Selbstbesserung ist wertlos
- 21. Kapitel: Von der verschiedenen Schwere der Sünden
- 22. Kapitel: Nachlaß der Sünden. ― Buße
- 23. Kapitel: Auferstehung des Fleisches
- 24. Kapitel: Von der Freiheit Gottes, jeden Menschen zu retten oder zu verwerfen nach freiem Willen
- 25. Kapitel: Gott hat ein völlig freies Recht, sich zu erbarmen, wessen er will, und auch zu verhärten, wen er will
- 26. Kapitel: Gott weiß selbst das Böse zur Erfüllung seines göttlichen Willens zu gebrauchen
- 27. Kapitel: Inwiefern heißt es 1 Tim. 2, 4: „Gott will, daß alle Menschen selig werden“?
- 28. Kapitel: Der freie Wille des Menschen wurde durch die Sünde beschränkt und bedarf jetzt in allem des helfenden Beistandes der durch Christi Erlösungstat verdienten Gnade
- 29. Kapitel: Fegfeuer, Himmel und Hölle
- 30. Kapitel: Von der christlichen Hoffnung. ― Das Vaterunser
- 31. Kapitel: Von der Liebe, der Krone der Tugenden. ― Der Mensch vor dem Gesetze, unter dem Gesetze, in der Gnade und im Frieden des Himmels
- 32. Kapitel: Die Liebe ist der Endzweck aller Gebote, Gott aber ist die Liebe
- 33. Kapitel: Schluß