1.
Die Lehre ist zwar älter als die Lehrer und die Lernenden, sie ist jedoch die Gespielin der Jugend, um bei allen alles zu sein: Lehrerin bei den Meistern und Lernende bei den Schülern. Sie lehrt und lernt also, da sie auf beiden Seiten tätig ist. Mit den Beredten erwirbt sie Ruhm, bei den Klugen zeigt sie ihre Weisheit. Sie weilt bei den Einfältigen und bei den Scharfsinnigen, in jedem Maße [je nach der Fähigkeit des Einzelnen] teilt sie sich allen Seelen mit. Jedem Dinge gibt sie sich als die Herrin aller Dinge hin. Sie paßt sich [verschiedenen] Maßen an, obschon sie über jene erhaben ist, die sie messen wollen. Die Lehrlinge können sie nicht ausmessen, da ihre Kräfte dazu nicht ausreichen; es gibt keine Meister, welche ihr Maß finden könnten, da sie ihre Quellen nicht zu erschöpfen vermögen.
