28.
Wie fern liegt den Fischen räuberische Habgier. Jene aber haschen nach den verborgenen Schätzen der Natur und kennen über des Erdkreises Grenzen hinaus das Meer, das keine Inseln mehr unterbrechen, in das kein Land mehr eingebettet ist, über das hinaus keines mehr liegt. Dort nun, wo das endlos wogende Meer allem Spähen des Auges, aller Kühnheit gewinnsüchtigen Seefahrens die Grenze setzt, sollen die Wale hausen, jene unermeßlich großen Fischarten, deren Leiber nach dem Berichte von Augenzeugen Bergen gleichen. Dort verbringen sie ungestört ihr Leben, fernab von den Inseln, und nehmen, abgeschnitten von aller Berührung mit den Seestädten, jene Bezirke und Quartiere ein, die ihnen zugewiesen sind. Sie bleiben darin ohne angrenzendes Gebiet zu betreten und suchen nicht in unsteter Abwanderung die Standorte zu wechseln, hangen vielmehr sozusagen in Liebe dem heimatlichen Boden an und halten das Weilen darauf für süße Lust. Jene [Standorte] aber erkoren sie, um, ihr einsames Leben ungestört von Beobachtern hinbringen zu können.
